Das Schloss

NOVOFLOT

DAS SCHLOSS

– nach Franz Kafka –

Eine Winterreise von NOVOFLOT
Haus der Berliner Festspiele
Uraufführung am 17. Januar 2013
weitere Vorstellungen am 18., 19., 24., 25. und 26. Januar 2013

Für DAS SCHLOSS zieht NOVOFLOT mit Texten von Kafka, Liedern von Franz Schubert, Neukompositionen von Aleksandra Gryka, Posaunenimprovisationen von Nils Wogram und Live-Zeichnungen von Ulrich Scheel ins Haus der Berliner Festspiele.

In der Tiefkühlabteilung der literarischen Fiktionen lagert ein ungebrochen rätselhafter Ort: Kafkas „Schloss“ ist die mysteriöse Macht, zu der der Landvermesser K. sein Leben lang vergeblich Zugang sucht. Dieselbe Gefrierzone hat ein Jahrhundert zuvor ein anderer durchschritten: Franz Schubert vermaß mit der „Winterreise“ dasselbe Gelände, in dem sich K. rund hundert Jahre später verirren sollte.

In einer tontechnischen Versuchsanordnung legt NOVOFLOT nun Roman und Lieder übereinander und untertitelt Kafka mit Schubert. „Das Schloss“, auf diese Weise re-mastered, erhält mit der „Winterreise“ eine digitale Gefühlsspur, die Kafkas Roman vermeintlich mühelos dechiffriert. Doch im Haus der Berliner Festspiele werden bald Störfrequenzen hörbar. Schubert mutiert zum wuchernden Krebs. Alle beobachten den Fremden, den Landvermesser K., wie er sich zu vielen K-Punkten multipliziert. Denn K. ist eine genauso unberechenbare wie hochinteressante Erscheinung: Er hat einen Punkt, aber keinen Ort.

NOVOFLOT macht sich auf die Suche nach dem Humanen, die tief in den Menschen hinein führt. Ein Masterplan des Schlosses wird entworfen, der den Gängen des Gehirns verdächtig ähnlich sieht. Doch noch taugt das Synapsen-Labyrinth nicht als Karte im Orientierungslauf um das Menschliche: Diese Landschaft muss erst vermessen werden. Als der erschöpfte K. endlich den Schlaf findet, beginnt mit dem Jazz-Posaunisten Nils Wogram eine neue letzte Reise. Das Schloss öffnet seine Türen. Und die K-Punkte verbinden sich zur Linie, zur Fluchtlinie.

NOVOFLOT zu Gast im Haus der Berliner Festspiele.

Gefördert aus Mitteln des Regierenden Bürgermeisters von Berlin – Senatskanzlei – Kulturelle Angelegenheiten, durch den Fonds Darstellende Künste, das Adam Mickiewicz Institut Polen und die Rudolf Augstein Stiftung.


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taz