– Staffel 2

NOVOFLOT
in Koproduktion mit
Festival Warschauer Herbst
Théâtre National du Luxembourg
Sophiensæle

KOMMANDER KOBAYASHI

Opernsaga
Staffel 2

Uraufführung am 8. September 2006 in den Sophiensælen, Berlin

Sergej Newski
Die Zerstörung von Moskau ist keine Lösung

Aleksandra Gryka
SCREAM YOU

Libretti: Tobias Dusche
Nach der Saga Kommander Kobayashi
von Sebastian Bark, Tobias Dusche, Sven Holm

Die zweite Staffel der Opernsaga Kommander Kobayashi erzählt von einer intergalaktischen Europareise. Die La Fenice und ihre Besatzung gerät nacheinander unter den Einfluss zweier völlig unbekannter, bedrohlicher Systeme: Diese Systeme heißen Moskau und Warschau.

In Sergej Newskis Folge Die Zerstörung von Moskau ist keine Lösung ist Moskau der bedrohliche Ausgangspunkt (und die Projektionsfläche) von allgemeiner Veränderung und Verunsicherung. Moskau wird daher zum Ziel einer Forschungsexpedition der La Fenice. Die Oper fokussiert auf eine Hauptfigur: Der Hermenaut Ma’, begleitet nur vom undurchsichtigen Kommander Kobayashi, soll das unsichere Gelände erkunden und wenn möglich die lästigen Veränderungsimpulse ausschalten – was immer sich dahinter verbirgt. Doch die Orientierung in Moskau misslingt gründlich. Sämtliche topografische, kulturelle und private Koordinaten verwirbeln, und auch die Mission selbst scheint auf einmal unklar. Stattdessen trifft Ma’ auf seiner Expedition immer wieder auf seine eigenen Grenzen und Ängste. Erst als Laika, eine Moskauer Hündin, Frau und Motorzentaurin ihn bei der Hand nimmt, öffnet sich Ma’ einer existenziellen Erfahrung.

In Aleksandra Grykas Sagafolge SCREAM YOU ist Warschau kein lokalisierbarer Ort, sondern ein Kraftfeld, in den das Raumschiff La Fenice völlig unvorbereitet gerät. Plötzlich kursiert an Bord ein akustischer Wirkstoff namens SCREAM, eine Art Droge, die von den rätselhaften Twins gedealt und gepusht wird. Die Wirkung von SCREAM liegt in einem Ermächtigungsrausch, in dem die eigenen egozentrischen Wünsche ebenso wie heimliche Pläne und Visionen spontan umgesetzt werden – egal auf wessen Kosten. Schnell verändert sich die kleine Gemeinschaft an Bord von La Fenice. Ungeahnte konstruktive wie destruktive Energien werden entfesselt. Die Besatzung gerät in ein rauschhaftes Suchtverhältnis, welches einzelne Hermenauten in die absoluten Glücksmomente treibt – und das restliche Universum an den Rand des Abgrunds. Fortsetzung folgt.


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