WAS WIR FÜHLEN 1-3

NOVOFLOT

WAS WIR FÜHLEN 1–3

Konzept: Sebastian Bark, Sven Holm

Wollen wir immer noch Menschen auf der Bühne etwas fühlen sehen? Und wenn ja: Sollen sie es individuell und authentisch angehen oder eher stilisiert, nach den Regeln einer Affektlehre? Unter welchen Bedingungen breiten sich Gefühle aus? Wollen wir selber etwas fühlen? Wollen wir lieber Menschen denken sehen? Welche Musik, welcher Gesang entspricht den aktuellen Konzepten von Gefühl und Affekt? Wo liegt der Übergang von Affekt zum Wahnsinn bzw. der Zusammenhang von Wahnsinn und Gesang, den die Darstellung von Gefühlen in der Oper oft nahe zu legen scheint? Wie verhält sich die psychische Entwicklung einer Figur zur akuten Angst des Sängers vor der Koloratur? Was bedeutet Hingabe in der Oper? Und was braucht es dazu? 

NOVOFLOT unternimmt mit WAS WIR FÜHLEN eine Grundlagenforschung mit allen denkbaren Mitteln des Musiktheaters. Sie präsentiert sich als eine Reihe von drei thematischen Opernabenden. Jede Folge der Reihe entsteht als musikalisch-szenische Verbindung aus neuer Komposition und ausgesuchtem Material aus dem Opernrepertoire sowie anderen Gattungen wie Film, Literatur, Wissenschaft. Die Untersuchung richtet sich direkt auf das Herz der Gattung Oper: auf die Affekte, ihre Darstellung oder Hervorbringung mit den alten und den neuesten musikalischen und szenischen Mitteln, auf das Verhältnis von Affekt und Narration sowie auf die Architektur von Pathos auf der Opernbühne. Jeder der drei Teile widmet sich einem eigenen Gefühlszustand.

Teil 1: Angst 
Teil 2: Erschöpfung 
Teil 3: Glück