Wir sind so frei #1 – #3

NOVOFLOT

Wir sind so frei #1 – #3

Für Ludwig van Beethoven – Von Novoflot

#1 Fidelio / Große Ausstellungshalle in der Akademie der Künste am Hanseatenweg, Premiere am 14. März 2020
Aufgrund der Gefährdungslage durch das Coronavirus mussten die Premiere und die weiteren Vorstellungen im März leider abgesagt werden. Die Premiere wird am 17. Dezember 2020 nachgeholt. 

#2 ∞ – Ma non troppo / Vor der Kölner Philharmonie, Premiere am 12. Oktober 2020
#3 Die 10. Sinfonie / Kölner Philharmonie, Premiere am 14. Oktober 2020

WIR SIND SO FREI #1 – #3
Zwischen Oper und Klavierkonzert, musiktheatraler Ausstellung und Sinfonie, philharmonischer Raumerkundung und neu komponierter Musik entsteht die neue Trilogie von Novoflot.
Unterschiedlichste Instrumentalensembles, Sänger*innen sowie Performer*innen werden Aspekte der eigenwilligen kompositorischen Praxis Ludwig van Beethovens konsequent weiterdenken und in extremen räumlichen Dispositionen szenisch erkunden. Beethovens Neugier auf das Widersprüchliche dient hierbei als entscheidender Motor! Wir sind so frei 1-3 ist eine Betrachtung von 250 Jahren heftigster Auswirkungen eines singulären musikalischen Œuvres auf die Kunst der Gegenwart und die Gegenwart der Kunst.

#1 Fidelio

Im ersten Teil der neuen Trilogie lassen Novoflot Beethovens Fidelio als Echo einer Freiheitsoper erklingen. In einer Ausstellungsperformance für Trompete, Sound-Installation, Tasten und Stimmen erscheinen inmitten eines Stelenfelds akustischer Quellen und Artefakte die Errungenschaften der französischen Revolution als längst vergessene Attribute. Das Trompetensignal, einst die heilbringende musikalisierte Botschaft vom vermeintlichen Happy End ist Grundstein einer Versuchsanordnung für den Trompeter Damir Bacikin, der im White Cube mit einem Ensemble von Performern das utopistische Potential der Oper sowie Beethovens musikdramaturgischen Findungsprozess untersucht. Dabei erklingen die Protagonisten der Oper als Stimmen aus dem Jenseits, die der Komponist und Pianist Antonis Anissegos in ein Kaleidoskop von Sound, Originalmusiken und Neukomposition verwandelt.
Dauer variabel, frei begehbar.

Wir sind so frei #1 Fidelio in Zusammenarbeit mit der Akademie der Künste Berlin im Rahmen von Labor Beethoven 2020 – Festival zeitgenössischer Musik zum Beethoven-Jubiläum
www.labor-beethoven-2020.de/de

Mit: Antonis Anissegos, Damir Bacikin, Maxime Barbasetti, Konstantin Bez, Almut Kühne, Vicente Larrañaga, Renae Shadler / Stimmen aus dem Jenseits: Rebecca von Lipinski, Narine Yeghiyan, Florian Hoffmann, Antony Shelley

Neue Termine!!: Premiere 17.  Dezember 2020.
Weitere Vorstellungen 18., 19. und 20. Dezember 2020 jeweils 16.30 bis 21 Uhr

Ein Projekt im Rahmen von BTHVN2020. Gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien und die Senatsverwaltung für Kultur und Europa Berlin.

#2 ∞ – Ma non troppo

Zwischen Kölner Dom und Museum Ludwig, dem Rauschen der Bahngleise und dem Menschenstrom des Kölner Alltages entsteht über der unterirdisch gelegenen Philharmonie, auf dem Vorplatz des Konzerthauses ein Klavierkonzert im öffentlichen Raum. Patrik Baboumian, der stärkste Mann Deutschlands, sowie der Tänzer Rafal Dziemidok betrachten als Beethovens Stellvertreter und Rückblende ihr eigenes Werk und sortieren den Kompositionszyklus für die beiden Pianisten Antonis Anissegos und Joseph Houston in einen fragmentierten Ritt durch Beethovens Klavierwerk. Begehbare Kuben sind Schlupflöcher für die Zuschauer, die in der vierstündigen Performance (coronabedingt) einzeln, exklusiv und zeitlich begrenzt Zutritt erhalten.

Mit: Antonis Anissegos (Klavier), Joseph Houston (Klavier) sowie Patrik Baboumian, Maxime Barbasetti, Rafal Dziemidok

Premiere: 12. Oktober 2020, 16-20 Uhr
Weitere Vorstellung: 13. und 14. Oktober 2020, 16-20 Uhr
Vor der Kölner Philharmonie

Ein Projekt im Rahmen von BTHVN2020. Gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, den Rhein-Sieg-Kreis und die Stadt Bonn.

#3 Die 10. Sinfonie – Von Novoflot, L. v. Beethoven und Michael Wertmüller

Die 10. Sinfonie konzipiert Novoflot als Musiktheater für die Räumlichkeiten der Kölner Philharmonie und spannt hierfür einen musikalischen Bogen von Beethovens späten Streichquartetten über Ausschnitte aus op.125 bis hin zum Fragment der 10. Sinfonie und Uraufführungskompositionen von Michael Wertmüller. In einem Rundgang durch die Foyers, Etagen und den Saal der Kölner Philharmonie entwickelt die Berliner Opernkompanie eine szenische Begehung, die der Erkundung offener Strukturen eines noch nicht vollendeten Werkes gleicht. Die 10. Sinfonie entsteht nach einem Libretto der Berliner Autorin Gesine Danckwart. Ende des Jahres 2020 wird die Produktion ebenfalls in Berlin zu sehen sein.

Mit: Rebecca von Lipinski (Sopran), Sara Hershkowitz (Sopran), Christina Daletska (Mezzosopran), Patrik Baboumian (Darsteller), Maxime Barbasetti (Darsteller), Rafal Dziemidok (Tanz), Renae Shadler (Tanz) / Sonar Quartett, Ensemble of Nomads, Johnny La Marama sowie Hayden Chisholm (Saxophon), Nurit Stark (Violine), Yumi Onda (Violine), Grégoire Simon (Viola), Martin Smith (Violoncello)

Premiere: 14. Oktober 2020, 20.00 Uhr
Kölner Philharmonie

Ein Projekt im Rahmen von BTHVN2020. Gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, den Rhein-Sieg-Kreis und die Stadt Bonn.