ÜBER NOVOFLOT

NOVOFLOT ist eine freie Opernkompanie in Berlin. Sie wurde 2002 von dem Regisseur Sven Holm, dem Dirigenten Vicente Larrañaga und dem Performancekünstler und Dramaturgen Sebastian Bark gegründet.

Zunächst hat das Team mit den Inszenierungen von Ernst Kreneks Glockenturm und Tommaso Traettas Antigone in den Sophiensælen von sich reden gemacht. Für die Opernsaga Kommander Kobayashi 1-3 entwickelte NOVOFLOT ein Format, mit dem neue Produktionswege und Konzepte für die zeitgenössische Oper gesucht und getestet wurden: In einer Serie von Auftragswerken verschiedener internationaler Komponisten entfaltet sich die Odyssee des Kommander Kobayashi durch unbekannte wie nahe liegende Welten – zugleich eine Reise in das hybride Universum zeitgenössischer Oper. Insgesamt wurden für Kommander Kobayashi zehn Opern komponiert und in drei Staffeln zwischen 2005 und 2007 in Hamburg, Berlin, Warschau, Luxemburg und Budapest uraufgeführt.

Unter dem Titel WAS WIR FÜHLEN #1 -#3 arbeitete NOVOFLOT zwischen 2008 und 2011 an einer dreiteiligen Reihe zu den Affekten in der Oper. Der erste Teil widmete sich unter dem Titel Scream Queen der Angst, danach folgten die Uraufführung von #2 Erschöpfung und #3 Glück.

Die nächsten Aufführungen entstanden im Radialsystem: zunächst 2009 eine szenische Aufführung von Bachs Weihnachtsoratorium, mit Pariser Leben folgte 2011 die nächste Produktion. 

Im Haus der Berliner Festspiele entstand 2013 die Uraufführung Das Schloss nach Franz Kafka. Im selben Jahr wurde in Koproduktion mit dem Hamburger Bahnhof, der Akademie der Künste, dem Radialsystem und der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz die futuristische Oper Der Sieg über die Sonne I – V uraufgeführt. 

Seit 2014 fand das Projekt T-House-Tour #1–#8 in Kooperation mit der Volksbühne, dem Radialsystem und der Akademie der Künste statt. Die T-House-Tour ist ein auf Improvisation basierendes Work in Progress zu musiktheatralen Präsentationsformen, die nicht auf die organisatorischen und räumlichen Bedingungen einer einzelnen Institution reagieren, sondern sich, je nachdem, wo sie in Erscheinung treten, verwandeln. Weitere Stationen des Projekts waren u.a. das Schauspielhaus und Walcheturm Zürich (2018) sowie das Matucana 100 in Santiago de Chile und der Parque Cultural in Valparaíso (März 2019).

Parallel dazu entwickelte Novoflot das Projekt Nationaloper #1 – #3 in Kooperation mit dem Radialsystem und der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz. 2016 war DIE GROSSE KOALITION zu Gast bei Klang Basel im Gare du Nord, gefolgt von Aufführungen im Radialsystem.

2017 fand die Produktion Die Bibel (in der Übersetzung von NOVOFLOT) #1 – #3 in Kooperation mit der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz und dem Radialsystem statt. 2018 war Das Lied von Erde nach Gustav Mahler im Theater im Delphi zu sehen. 2019 wurde Die Bibel (in der Übersetzung von NOVOFLOT) #1 Der Schrei  vor der Berliner Gedächtniskirche erneut gezeigt.

Im August 2019 startete die Trilogie Die Oper #1–#3 mit der Uraufführung von #1 Am Kreis (Für den Anfang) in Koproduktion mit Kunstfest Weimar, Deutsches Nationaltheater Weimar und CPH Opera Festival Kopenhagen. 2020 folgte #2 In den Seilen (Vom Ende), 2021 wird die Trilogie mit #3 Die Outtakes abgeschlossen.

Im Oktober 2019 war im Berliner Haus der Statistik Ausbreitung Variabel zu sehen.

Im Jahr 2020 entstand anlässlich des 250. Geburtstags von Ludwig van Beethoven die Trilogie Wir sind so frei #1 – #3. Die Premiere von #1 Fidelio, die im März 2020 in der Akademie der Künste Berlin stattfinden sollte, musste wegen der Covid-19-Pandemie leider abgesagt werden. #2 ∞ – Ma non troppo hatte am 12. Oktober 2020 vor der Kölner Philharmonie Premiere, gefolgt von #3 Die 10. Sinfonie am 14. Oktober 2020 in der Kölner Philharmonie

2014 wurden NOVOFLOT mit dem George Tabori Preis ausgezeichnet. 

2018 erschien im Verlag Theater der Zeit das Buch „Novoflot – Die 15. Spielzeit“.

Nächste Produktionen und Aufführungen: Wir sind so frei #1 Fidelio (Uraufführung, Mai 2021), #2 ∞ – Ma non troppo und #3 Die 10. Sinfonie (Berliner Erstaufführung, Juni-Juli 2021), Die Oper #1 – Am Kreis (Für den Anfang) und #2 In den Seilen (Vom Ende) (CPH Copenhagen Opera Festival, August 2021), Die Oper #3 – Die Outtakes (Uraufführung, Kunstfest Weimar, September 2021). 

Produktions- und Spielorte von NOVOFLOT waren u.a. die Hamburgische Staatsoper, das Ultraschall Festival, das Festival Warschauer Herbst / Teatr Wielki, das Théâtre National du Luxembourg, das Trafó in Budapest, die Transmediale, das Radialsystem, die Berliner Sophiensæle, das Haus der Berliner Festspiele, der Hamburger Bahnhof, die Akademie der Künste, die Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz und Gare du Nord Basel, Walcheturm Zürich und das Schauspielhaus Zürich/Schiffbauplatz, Matucana100 in Santiago de Chile, Parque Cultural de Valparaíso, Deutsches Nationaltheater Weimar, das Haus der Statistik sowie die Kölner Philharmonie. 

Im Team: Dörte Wolter (Company-Management und Produktionsleitung), Malte Ubenauf (Dramaturgie), Miriam Glöckler (Produktionsleitung), Thorsten Cölle (Künstlerische Produktionsleitung), Heike Diehm k3 berlin (Presse- und Öffentlichkeitsarbeit), Elisa Limberg / Graft Architekten (Bühne) / Nina von Mechow (Ausstattung), Mirko Borscht (Film), , Philip Kießling (Video), Emanuel Tschumi (Grafikdesign) und andere.

Video-Trailer2014
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railer zur George-Tabori-Preis NOVOFLOT 2014